Leukoplakie – worum handelt es sich dabei und was kann man dagegen tun?

Weiße Bereiche auf der Schleimhaut an bestimmten Regionen des Körpers, die nicht abwaschbar sind, werden als Leukoplakie bezeichnet - sofern sich das Symptom keiner anderen Erkrankungen zuordnen lässt. Am häufigsten kommt die orale Leukoplakie, also die Leukoplakie im Mundraum vor. Hier sind besonders die Lippen, der Mundboden, die Zunge, die Schleimhaut der Wangen oder der Gaumen betroffen.

Die Ursachen einer Leukoplakie

Wenn es zu einer verstärkten Verhornung der obersten Schicht des Gewebes der Mundschleimhaut kommt, entsteht eine Leukoplakie. Der Auslöser dafür besteht häufig in mechanischen Reizungen. Die weiße Färbung wird dadurch hervorgerufen, dass die Zellen, die verhornt sind, in dem feuchten Mundklima aufquellen.

Die mechanische Reizung kann folgenden Ursachen haben:

- schlecht sitzende Zahnspangen oder Zahnprothesen
- Karies
- hervorstehende Zähne

Auch übermäßiger Nikotinkonsum in Form von Zigaretten oder erhöhter, regelmäßiger Alkoholkonsum können Leukoplakien hervorrufen. Infekte, die durch Pilze oder Viren ausgelöst werden, können ebenfalls Leukoplakien zur Folge haben. Wenn sich kein eindeutiger Grund für die Erkrankungen feststellen lässt, wird dies als idiopathischen Leukoplakie bezeichnet.

Begünstigt werden kann die Erkrankung durch einen Mangel an Nährstoffen, wie B-Vitamine, Vitamin A und Eisen. Auch eine nicht ausreichende Mundhygiene erhöht das Risiko zu erkranken.

Die Symptome der Leukoplakie

Die Leukoplakie äußert sich typischerweise in nicht abwaschbaren, weißen Flecken auf der Mundschleimhaut. Darüber hinaus gibt es oft keine weiteren Symptome. Es wird, je nach der Oberfläche und dem Aussehen der Flecken, in die homogene und die inhomogene Leukoplakie unterschieden.

Die homogene Form zeigt sich in scharfen Abgrenzungen, einer glatten Oberflächenstruktur sowie einer regelmäßigen Färbung. Liegt diese Form vor, dann ist sie meist harmlos. Bei der inhomogenen Form können die Flecken sowohl eine warzenartige und raue Oberfläche haben. Hierbei brennen die Flecken auch in unregelmäßigen Abständen. Ebenfalls können die Flecken durch rote Bereiche auffallen, die entstehen, wenn eine oberflächliche Verletzung der Mundschleimhaut vorliegt. Während dem weiteren Verlauf vermehren sich dann die roten Bereiche, sodass die weiße Verhornung kaum mehr zu erkennen ist. Hier besteht ein erhöhtes Krebsrisiko.

Die Diagnose der Leukoplakie

Die Erkrankung fällt dem Zahnarzt häufig bei Routine-Untersuchungen auf. Sie kann bereits durch einen oberflächlichen Blick diagnostiziert werden, sowie dem Test, ob die Flecken abwaschbar sind. Auch ein Termin beim Hautarzt kann Aufschluss darüber geben, ob eine andere Krankheit der Auslöser für die weißen Flecken ist.

Die Behandlung der Leukoplakie

Die Erkrankung entsteht in den meisten Fällen durch eine ständige Reizung der Schleimhaut. Wenn die Reizursache bekannt ist, muss diese lediglich beseitigt werden. Handelt es sich zum Beispiel um eine nicht korrekt sitzende Zahnprothese, wird der Sitz korrigiert. Die Chancen auf Heilung sind in diesen Fällen sehr gut. Nach dem Beseitigen des Reizes bilden sich die Flecken zurück.

Wenn eine eindeutige Ursache nicht zu finden ist oder die Flecken nicht selbstständig abheilen, werden die betroffenen Stellen der Schleimhaut in einem minimalen operativen Eingriff entfernt. Die Schleimhautstellen können dabei sowohl mit Hilfe von Hitze, einer Vereisung oder durch einen Laser entfernt werden.

Der Verlauf der Leukoplakie

Es ist nicht selten, dass Leukoplakien immer wieder auftreten. Nach einer Behandlung sollte also eine regelmäßige Kontrolle der betroffenen Zellen stattfinden. Außerdem sollten mechanische Reizungen stets vermieden werden. Der Verzicht auf Zigaretten ist ebenfalls ratsam. Handelt es sich um die ungleichförmige Form der Erkrankung, dann ist dies eine häufige Vorstufe von Krebs innerhalb des Mundraumes. Allerdings entartet die einfache Leukoplakie nur selten und ist harmlos.

Leukoplakien vorbeugen

Indirekt kann der Entstehung der Krankheit vorgebeugt werden, da unterschiedliche Faktoren diese begünstigen:

- Starker Alkoholkonsum und Rauchen sollten vermieden werden
- regelmäßige zahnärztliche Kontrollen durchführen und eine gründliche Mundhygiene verfolgen
- Zahnersatz- oder Prothesen müssen immer richtig sitzen
- Auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B, Vitamin A und Eisen achten

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