
Schnuller können für Babys und Kleinkinder sehr beruhigend sein – sie helfen beim Einschlafen, trösten und fördern das Saugbedürfnis. Doch viele Eltern fragen sich: Wie wirkt sich der Schnuller auf die Zähne meines Kindes aus? Und: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abgewöhnen?
In diesem Beitrag erfährst du, welche Auswirkungen ein Schnuller auf die Zahn- und Kieferentwicklung haben kann, was es bei der Auswahl zu beachten gibt – und wie du deinem Kind das Abgewöhnen erleichterst.
Der Schnuller ist nicht grundsätzlich schlecht
Ein Schnuller im Säuglingsalter ist in den ersten Lebensmonaten oft eine zahnschonendere Alternative zum Daumenlutschen, da er meist weicher ist und besser nachgeben kann.
Aber: Wird der Schnuller zu lange, zu oft oder falsch verwendet, kann das Auswirkungen auf die Zahnstellung, Kieferform und Sprachentwicklung haben.
Mögliche Auswirkungen eines Schnullers auf die Zähne
- Offener Biss: Die oberen und unteren Schneidezähne berühren sich nicht – es entsteht eine Lücke zwischen den Zahnreihen
- Kreuzbiss: Der Oberkiefer entwickelt sich zu schmal, der Unterkiefer steht vor
- Verzögerter Durchbruch der Schneidezähne
- Kieferfehlstellungen, die später kieferorthopädisch behandelt werden müssen
- Beeinträchtigung der Lautbildung und Sprache durch veränderte Zungenlage
Besonders problematisch wird es, wenn der Schnuller über das 2. bis 3. Lebensjahr hinaus regelmäßig benutzt wird oder ständiger Begleiter ist – auch beim Sprechen und Spielen.
Unsere Tipps zur Schnullernutzung
- Schnuller möglichst nur zur Beruhigung oder zum Einschlafen anbieten
- Anatomisch geformte („kiefergerechte“) Schnuller verwenden
- Schnullergröße regelmäßig an das Alter anpassen
- Keine Süßstoffe, Honig oder Zucker auf den Schnuller geben! – das fördert Karies
- Spätestens mit 2 – 3 Jahren den Schnuller komplett abgewöhnen
Wie gewöhne ich mein Kind sanft vom Schnuller ab?
Das Abgewöhnen klappt nicht bei jedem Kind gleich schnell – mit Geduld, liebevoller Konsequenz und kleinen Tricks gelingt es oft besser:
- Klarer Zeitpunkt und Ziel: Gemeinsam mit dem Kind festlegen: „Ab dem Geburtstag gibt es keinen Schnuller mehr“
- Vorlesen hilft: Es gibt viele schöne Kinderbücher zum Thema „Schnullerfee“ oder „Tschüss, Schnuller!“
- Schnullerfee einsetzen: Der Schnuller wird „gespendet“ und die Fee bringt ein kleines Geschenk
- Belohnungssystem: Jedes schnullerfreie Einschlafen bringt einen Aufkleber – für eine kleine Belohnung am Ende
- Alternativen anbieten: Kuscheltier, Tuch oder Einschlafritual zur Beruhigung etablieren
Und ganz wichtig: Lob und Verständnis zeigen, auch wenn es nicht sofort klappt!
Wann muss mein Kind zum Zahnarzt?
Wenn das Kind über 3 Jahre alt ist und noch regelmäßig Schnuller nutzt, lohnt sich ein kurzer Check beim Zahnarzt. Wir prüfen, ob sich bereits Fehlstellungen entwickelt haben, und geben euch individuelle Tipps.
Fazit: Der Schnuller – gut gemeint, aber zur richtigen Zeit auch gut loszulassen
Ein Schnuller kann in den ersten Lebensmonaten sinnvoll sein – sollte aber nicht zur Dauereinrichtung werden. Je früher man mit dem Abgewöhnen beginnt, desto einfacher lässt sich eine gesunde Zahn- und Kieferentwicklung unterstützen.
Und keine Sorge: Auch nach längerer Nutzung lassen sich viele Fehlstellungen mit frühzeitiger kieferorthopädischer Unterstützung gut behandeln
ZA. Jankowski – Ihre familienfreundliche Zahnarztpraxis im Saarland
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