Zahnfleischentzündung vermeiden

Wie kann man eine Zahnfleischentzündung vermeiden?

Entzündetes Zahnfleisch kann gefährlich werden. Nicht nur für die Zähne, sondern auch für den gesamten Zahnhalteapparat und die Allgemeingesundheit. Mit der richtigen und unbedingt regelmäßigen Zahnpflege beugen Sie einer Zahnfleischentzündung am besten vor. Zusätzlich sollte die Prophylaxe beim Zahnarzt ernst genommen werden, um einer Lockerung des Zahnhalteapparates vorzubeugen.

Mundhygiene: Das A und O gegen Zahnfleischentzündungen

Sie sollten Ihre Zähne morgens und abends für jeweils zwei Minuten putzen. Kinder säubern ihre Zähne nach der sogenannten KAI Methode, bei der zuerst die Kauflächen, danach die Außenseiten und zuletzt die Innenseiten der Zähne geputzt werden. Erwachsene sollten nach der sogenannten „modifizierten BASS-Technik“ säubern, bei der die einzelnen Zähne vom Zahnfleisch ausgehend mit rüttelnden Bewegungen geputzt werden.

Eine Zahnfleischentzündung entsteht am Zahnfleischrand und wird bakteriell verursacht. Vermeiden können Sie dieses gesundheitliche Risiko nur, wenn Sie regelmäßige Mundhygiene betreiben. Trotz intensiver Zahnpflege erreichen Sie nicht alle Stellen im Mundraum problemlos, so dass sich beispielsweise in den Zahnzwischenräumen bakterielle Beläge bilden und das weiche Gewebe angreifen. Verwenden Sie deshalb auch zusätzlich Interdentalbürstchen und Zahnseide, um so Zahnfleischentzündungen zu umgehen. Durch eine halbjährlich beim Zahnarzt durchgeführte Professionelle Zahnreinigung werden harte und weiche Beläge entfernt und somit Sicherheit für eine maximale Mundhygiene geschaffen.

Eine gesunde Lebensweise schützt ebenso vor Zahnfleischentzündungen

Süßigkeiten, Softdrinks und Obst greifen bekanntlich die Zähne an. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass nicht nur Ihre Zahnsubstanz, sondern auch das Zahnfleisch dadurch geschädigt wird. Ebenso sind Raucher besonders stark gefährdet und leiden zu 60% häufiger unter einer Zahnfleischentzündung als Nichtraucher. Wenn Sie sich bewusst gesund ernähren, zahn- und zahnfleischschädigende Genussmittel vermeiden und regelmäßig zur Prophylaxe gehen, vermeiden Sie die Gefahr einer unbemerkt voranschreitenden Parodontitis. Unbehandelt führt eine Zahnfleischentzündung dazu, dass sich Zahnfleischtaschen bilden und die Bakterien in den Kieferknochen eindringen. Das hat zur Folge, dass sich gesunde Zähne lockern und letztendlich ausfallen. Auch die Begleiterscheinungen der Entzündung sind unangenehm und äußern sich beispielsweise durch schlechten Atem.

Woran Sie entzündetes Zahnfleisch erkennen

Zahnfleischbluten ist ein deutliches Anzeichen für eine Entzündung. Wenn Sie nach der Zahnpflege beim Ausspülen Blut bemerken, sollten Sie den Besuch beim Zahnarzt nicht aufschieben. Eine Zahnfleischentzündung verläuft im Anfangsstadium vollständig schmerzfrei und wird aus diesem Grund vom Patienten selbst erst spät bemerkt. Der Zahnarzt nimmt neben der Kontrolle Ihrer Zähne eine Messung der Tiefe von Zahnfleischtaschen vor. Diese bilden sich bei einer Entzündung vor allem in den Zahnzwischenräumen und sind ein Ort, an dem sich im Mundraum befindliche Bakterien explosionsartig vermehren. Auch harte Beläge, der Zahnstein, muss in regelmäßigen Abständen entfernt werden. Fester Zahnbelag an den Zahnhälsen ist ein Nährboden für Bakterien und erhöht Ihr Risiko, neben der Zahnfleischentzündung auch an Zahnhalskaries zu erkranken. Ein optisches Merkmal der vorangeschrittenen Parodontitis sind lockere Zahnfleischränder, die beim leichten Druck mit dem Finger und beim Zähneputzen bluten. In diesem Fall ist eine Behandlung notwendig und sollte umgehend beginnen.

Zahnfleischentzündungen lassen sich am besten durch Ihre Sorgfalt in der Mundpflege vermeiden. Gehören Sie einer Risikogruppe an, da Sie unter Diabetes leiden oder rauchen, sollten Sie die vom Zahnarzt verkürzten Intervalle zwischen den Prophylaxe-Terminen beherzigen.